Ein Abenteuer in etwas mehr als vier Semestern

Nachdem dieser Blog in den letzten Monaten ein einsames Schattendasein fristete, wird es endlich Zeit für ein Update. Auf den Kommentar von Luanah in meiner „About“-Sektion möchte ich einen kleinen Abriss darüber geben, mit welchem Workload zu rechnen ist, wenn man Human Factors an der TU Berlin studiert. Natürlich hat jeder andere Voraussetzungen und Arbeitsweisen, aber ich denke, eine grobe Orientierung kann ich geben.

Also auf geht’s!

Organisatorisches vorweg: an der TU Berlin gibt es keine offiziellen Regelungen, die besagen, wie schnell oder langsam man studieren darf. Dies ist schonmal ein Vorteil für alle Studierenden mit Job, Kind oder ähnlichen Verpflichtungen. Einzig beim Nebenjob ist, wie überall, zu beachten, dass man nicht mehr als 20h/Woche arbeitet, um den Studentenstatus beibehalten zu können. Dies bezieht sich aber nur auf Versicherung und co und nicht auf die Uni – diese lässt, wie gesagt, völlig frei, wann und wieviel man belegt.

Beim „was“ hat man allerdings keine ganz so freie Hand. Je nach vorherigem Abschluss (Psychologie und vergleichbarem oder Ingenieurwissenschaften, Informatik und co) gibt es vorkenntnisspezifische Kurse, die man belegen muss. So zum Beispiel Ingenieurwissenschaften für Psychologen oder Statistik für Ingenieure – Veranstaltungen, in denen jeweils Grundkenntnisse auf ein gemeinsames Level gebracht werden sollen. Hier ist zu beachten, dass nicht alles in jedem Semester angeboten wird und manche Veranstaltungen (Statistik) sich über zwei Semester hinziehen, so dass gut geplant werden will. Inhaltlich bilden die Veranstaltungen der ersten zwei Semester auch oft die Basis für Wahlmodule, so dass es empfehlenswert ist, sich an die vorgeschlagene Struktur zu halten.

Das führt auch schon zum Hauptproblem zur größten Herausforderung, der man sich bereits zu Beginn stellen sollte: wann werden welche Lehrveranstaltungen angeboten und ist mit Dozenten zu rechnen, die sich einem Forschungsfreisemester widmen? Wenn man ungefähr in der Regelstudienzeit bleiben möchte, ist dieser Punkt nicht zu unterschätzen. Als Faustregel gilt: was man sofort belegen kann, auch sofort belegen! Ich habe beispielsweise die Situation gehabt, dass es in meinem ersten Sommersemester eine terminliche Überschneidung von Statistik II (einer Pflichtveranstaltung) und Raumfahrtpsychologie gab. Letzteres war ein Modul, das mich, als ich den Studiengang kennenlernte, so dermaßen begeistert hat, dass es mit den Ausschlag zu meinem Studium hier gab. Ich habe dann trotzdem Statistik II belegt, um das Modul abzuschließen, in der Hoffnung, dann im darauffolgenden (und letzten) Sommersemester, Raumfahrt zu belegen. Das war nicht möglich, da der betreuende Professor in diesem Semester nicht an der Uni lehrt. Entsprechend wird die Veranstaltung das nächste mal erst in einem Jahr angeboten – bei einem Studiengang, der insgesamt nur 2 Jahre dauert, keine Option. Also: keine Raumfahrt für mich. Solche Dinge können passieren, man muss sich nur drauf einstellen und gegebenenfalls lieber die Pflichtveranstaltung schieben, da diese angeboten werden müssen. Hier braucht man keine Sorge haben, dass elementare Module ausfallen. Eine wichtige Lektion, die ich gelernt habe und die ich so hoffentlich anderen ersparen kann. 😉

Wie laufen nun die einzelnen Semester ab? Während der in jedem Wintersemester stattfindenden Orientierungsveranstaltungen gibt es eine Vorstellung des „idealen Studienverlaufs“. Dieser teilt die Lehrveranstaltungen relativ gleichmäßig auf vier Semester auf und lässt auch noch Raum, die Masterarbeit semesterbegleitend zu schreiben. Ist es sinnvoll, sich daran zu halten? Ein kleiner Erfahrungsbericht zu Erwartung und Realität mit Start im Wintersemester:

1. Semester

Belegung: Ingenieurwissenschaften für Psychologen, unterteilt in Vorlesung, Übung, Roboter-Projekt und Einführung in die Programmierung, Statistik I (Vorlesung und Übung, Einführung in R), Arbeits-, Ingenieurs- und Organisationspsychologie (Vorlesung), Methoden des Usability Engineering und Testing (Vorlesung und Übung), Erwerb und Training komplexer Fertigkeiten (Vorlesung und Übung) / 30 CP

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Hochmotiviert belegt Frau F. ALLES. Da empfohlen wurde, bereits jetzt schonmal ein Vertiefungsfach hinzuzunehmen, macht sie dieses und freut sich, schonmal ein paar der Wahlpflichtcredits einheimsen zu können. Da die Lehrveranstaltungen zum Großteil verpflichtend sind, gibt es so gut wie keine Terminkonflikte. Gruppenarbeiten lassen sich meist gut koordinieren, Treffen sind leicht in den gemeinsamen freien Fenstern gefunden. Es gibt viele Gruppenarbeiten; sie sind neu, man lernt sich kennen und es macht Spaß! Die ersten Testate kommen im zwei- bis vierwochen Rythmus, Referate werden verteilt und mit einigem Lampenfieber und guter Vorbereitung gehalten. Fühlt sich gut an, bereits zu Beginn Fächer abhaken zu können! Frau F. gibt ihr bestes, gern auch am Wochenende. Freizeit? Dafür sind die Semesterferien da!

2. Semester

Belegung: Statistik II (Vorlesung und Übung, noch mehr R), Einführung in die kognitive Modellierung (Vorlesung und Übung), Mentale Belastung und Beanspruchung & Biopsychologische Methoden (jeweils Vorlesungen), Kognitive Ergonomie und Systemgestaltung (Vorlesung, Übung), Kognitionspsychologie (Vorlesung, Übung), Seminar Mensch-Maschine Interaktion (Seminar) /33 CP

Nachdem der Prüfungsendspurt zum Ende des ersten Semesters durchaus einiges an Nerven, Zeit und zuckerhaltigen Lebensmitteln gekostet hat, liegt nichts näher, als einfach noch ein paar Credits mehr zu machen, schließlich hat man ja auf dieses Studium hingearbeitet. Nebenher noch einen Job als studentische Hilfskraft angenommen und auf geht’s! Fast forward zum Semesterende: blank liegende Nerven, zu viel Workload und ein Prüfungsmarathon, der diese Bezeichnung wirklich verdient. Im Semester war dafür auch nicht viel Zeit, da nebenher Prüfungsleistungen in anderen Fächern erbracht werden mussten. Beispielsweise gibt es in Statistik wöchentliche Hausaufgaben. In kognitiver Modellierung aber ebenfalls (plus Testaten alle 2,3 Wochen). Und ansonsten eben noch Referate, Gruppenübungen und co. Fazit des zweiten Semesters: das war ganz klar meine Belastungsgrenze! Ich habe in diesen ersten zwei Semestern wirklich nur fürs Studium gelebt. Das war eine gute Erfahrung, ich habe viel gelernt und einiges an Kursen abhaken können, aber der konstante Stress durch das gesamte Semester hinweg war wirklich hart. Man kommt nicht zum Durchatmen, da immer etwas neues ansteht. Statistik Hausaufgabe fertig? Cool, dann auf zu kognitiver Modellierung! Programm dafür fertig? Dann ab ans Auswendiglernen fürs Testat! Nach diesem Semester habe ich mich entschlossen, es anders zu machen.

3. Semester 

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Nach einem Jahr Studium, einer flüchtigen Bekanntschaft mit Mr. Burnout und der Erkenntnis, von Berlin außerhalb der Uni noch kaum etwas gesehen zu haben, musste sich etwas ändern. Ich hatte nun 63 von 120 möglichen Credits innerhalb von zwei Semestern erreicht. Mein ursprünglicher Plan war, definitiv nicht länger zu brauchen als die Regelstudienzeit. Machbar? Schon. Mach ich das? Nope! Nach diesem Jahr kam bei mir eine Neuorientierung. Ich wollte nicht mehr nur passiv Stoff in mich hineinpumpen lassen, sondern zwischendrin den Kopf zumindest so frei haben, dass ich nach links und rechts schauen und mir einen Überblick über das Feld verschaffen kann. Statt „Stop to smell the roses“ ein „stop to see what Human Factors is really about“.

Ich habe mich im September dem Team PhyPA angeschlossen, einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Erforschung von Brain-Computer Interfaces, spezifischer: den Möglichkeiten der passiven BCIs befasst. Nebenher lief meine Arbeit an meiner Stelle als studentische Hilfskraft in die heiße Phase des Projektabschlusses und ich habe mir satte 15 Credits gegönnt, um neben den durchschnittlichen 20h Arbeit und Projekt pro Woche in einer Form zu studieren, die es mir ermöglicht, zwischendrin ein bißchen links und rechts zu schauen und über das, was ich lerne und tue nachzudenken. Da hat sicher jeder andere Belastungsgrenzen, aber für mich ging genau das vorher nicht.

Belegung: Systemtechnik (Vorlesung und Übung), BCI I (Vorlesung und Übung), Technische Dokumentation (Seminar) / 15 CP

Fazit: Es ist a) möglich, weniger als das empfohlene Pensum von 30 CP pro Semester zu studieren und b) tatsächlich auch schön, wenn man sich Zeit für die Veranstaltungen nimmt, anstatt inhaltlich hochdruckbetankt zu werden. Natürlich schafft man mehr, wenn man mehr zu tun hat – allein der Fakt, immer etwas tun zu müssen, sorgt zumindest bei mir dafür, dass ich wahnsinnig produktiv werde und eine Nachtschicht nach der anderen hinlege, wenn es sein muss (und das musste es im zweiten Semester leider häufig). Aber gesund ist das nicht und ich denke, dass es der Wissensaufnahme in meinem Falle nicht gerade förderlich war. Ich verstehe aber auch, dass es Kommilitonen gibt, die gern einfach fertig werden wollen oder müssen und das Studium einfach schnell hinter sich bringen möchten. Wenn man aber die Möglichkeit hat, das Ganze etwas zu entstressen und zu entzerren, dann lieber ein Semester dranhängen, ein bißchen durchatmen und die Zeit nutzen, einen Überblick über das eigene Feld zu bekommen, denn das Studienende kommt dann irgendwie doch recht rasant und die Gefahr, dann festzustellen, dass man eigentlich keine Ahnung hat, was man gern machen möchte, ist da.

Das war insgesamt ein relativ entspanntes Semester, das mich durch den Wechsel von Arbeit, Projekten und Studium weitaus erfrischter zurückgelassen hat als die ersten beiden.

4. Semester

Belegung: BCI II (Projekt), Systemtechnik (Projekt), Multi modal interaction (Vorlesung + Projekt), Automationspsychologie / 24 / 18 CP

Ein Semester der Projektearbeiten! Hier liegt die Herausforderung ganz klar in der Koordination der verschiedenen Projekte und, je nach Rolle in den einzelnen Arbeitsgruppen, gegebenenfalls der Organisation der Teilnehmer. Auch hier gilt: 6 CP nicht gleich 6 CP. In manchen Veranstaltungen ist die Arbeitsauslastung vergleichsweise gering, in anderen muss man laut Organisator mit 16 Stunden pro Woche rechnen, wenn beispielsweise der Veranstaltungsbeginn erst spät im Semester liegt und die ersten Wochen nachgeholt werden. Es kann, wie in Systemtechnik, auch zu spitzen der Arbeitsbelastung in einzelnen Wochen kommen und dafür in anderen entspannter werden. Schwierig ist es, nachträglich von Veranstaltungen zurückzutreten, die keine reinen Vorlesungen sind, daher der Lerneffekt dieses Semesters: lieber nicht zu anderen Veranstaltungsformen anmelden, wenn man nicht 100% sicher ist, über das Semester hinweg teilnehmen zu können. Inwieweit dies Probleme für Studenten mit besonderen Flexibilitätsanforderungen, wie jungen Eltern, bringt, bleibt noch abzuwarten. Ich bin aber optimistisch, dass dort Sonderregelungen getroffen werden können. [Update: sofern eine Bescheinigung vorliegt, dass noch keine Prüfungsleistungen erbracht werden mussten, alles kein Problem!]

Fazit: Da das Semester noch nicht abgeschlossen ist, kann ich noch keine Bewertung abgeben. Ich denke, dass Vor- und Nachteil der vielen Projektarbeiten eben die höhere Flexibilität ist. Das heißt konkret: es kann auf persönliche Lebensumstände Rücksicht genommen werden, aber eben auch passieren, dass Workloadspitzen verschiedener Projekte ungünstig zusammen fallen. Auch hier denke ich aber: auch neben Beruf oder Kindern ist dies möglich, sofern vielleicht nicht gerade gleich drei Projekte in einem Semester absolviert werden, sondern dann im Zweifelsfall lieber nur eins.

5. Semester

Dieser Blog verdient im Grunde eine Umbenennung, da ich mein Studium nun doch noch um ein Semester verlängern werde. Geplant sind Masterarbeit + 1 Modul und (hoffentlich) einer neuen Halbzeitstelle, sowie der Weiterführung meiner bisherigen Projektarbeit neben der Uni. Und wieder mehr Zeit für Hobbies.

Dies gibt hoffentlich einen aufschlussreichen Einblick in die Gestaltungsmöglichkeiten des Studiums. Ich bin von einer CP-getriebenen Dampflok mit Scheuklappen hin zu einer nicht mehr am Limit studierenden fast-fertigen HF-Studentin mit Einblick in die Forschung und Zeit für wieder mehr Eigenantrieb mutiert, unter Erprobung verschiedener Studienmodelle. Ich hoffe, dass dies diejenigen, die sich mit dem Gedanken, dieses Studium aufzunehmen tragen, ein wenig Zuversicht geben kann, eine Lösung zu finden, die dem eigenen Lebensmodell angemessen ist. Lasst euch nicht von den „Regelstudienzeit ist noch zu viel!“-Unken in Medien und eventuell Umfeld kirre machen. Das Studium hat es inhaltlich wirklich in sich, es ist sehr viel Stoff, der zu verarbeiten ist und wenn man seine Sache gut machen will, arbeitet man durchaus am oder über dem Limit, wenn man den Belegungsempfehlungen folgt. Das ist nicht nur mein Fazit, sondern auch das diverser Kommilitonen, die ähnliche Erfahrungen hinter sich haben. Daher: Keine Sorge, wagt es – weniger CP gehen immer! 😉

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2 Kommentare

  1. hej & vielen dank erstmal diesen blog! ich bin selbst gerade mit dem psychologie bachelor fertig & bei der suche nach einem master, der mich das psychologie wissen auf etwas konkretes (& eben nicht nur die a&o psychologie) anwenden lässt – auf human factors gestoßen. ich bin nicht gerade technikscheu aber habe seit der schule in sachen informatik, … überhaupt nichts mehr mit der ganzen geschichte zu tun gehabt…

    meine frage wäre also: wie geht es einem als psychologie absolvent denn mit diesem (technik-) studium? ist das alles so technisch wie es scheint? und hat man denn mit unserem abschluss die notwendigen vorkenntnisse um da mitzukommen? hattest/hast du kommilitonen für die diese ganze schiene auch eher neu war? & wie sind die damit klar gekommen?

    würde mich super über eine antwort freuen!
    danke schonmal vorab!

    1. Hi lykketil,
      vielen Dank für Deinen Kommentar! Wie technikbezogen die Kurse sind, hängt stark von der eigenen Profilbildung ab. Für mich persönlich hätte es durchaus etwas tiefer in die Materie gehen können, ich empfand die grundständigen Module (also alles, was Pflicht ist) als eher oberflächlich, aber für einen Überblick war es durchaus gut. In Ingenieurwissenschaften haben wir beispielsweise verschiedene Fertigungsverfahren beleuchtet, eine Übersicht bekommen, wie verschiedene Motorarten funktionieren, Werkstoffarten vorgestellt und einen Legoroboter gebaut. Dazu kam ein Programmierkurs. Der war bei uns eher suboptimal, da eine andere Herangehensweise an die Vermittlung sinnvoller gewesen wäre (wir haben Programmier“vorlesungen“ gehabt und sollten dann spontan zu Hause selbst coden, da haben sich diejenigen die wirklich noch nie programmiert haben etwas schwer getan – ein interaktiverer Ansatz wäre besser gewesen). Inzwischen wurde der Kurs aber umstrukturiert und ist jetzt wesentlich zugänglicher, auch für komplette Anfänger! Ich denke, wenn ein grundsätzliches technisches Interesse vorhanden ist, ist alles prima, denn wirklich schwer ist es nicht – man muss die Sachen nur einigermaßen mögen oder interessant finden können.
      Mein Referat über Verbundwerkstoffe war zB auch eher breit als tief angelegt (was gibt es, wie kann man sich das vorstellen, wofür wird es verwendet, was gibt es für Probleme beim Recycling) und so kann man sich auch den Rest vorstellen.

      Einzelne Veranstaltungen wie beispielsweise kognitive Modellierung oder Brain-Computer Interfaces gehen dann schon mehr in die Tiefe, allerdings wird man überall von 0 an an die Dinge herangeführt. Und vor allem: man ist nie allein! Wenn irgendwo etwas problematisch und schwer verständlich ist, kann man sicher sein, dass es anderen auch so geht. Außerdem sind die DozentInnen durch die Bank weg ansprechbar und erklären gern ausführlicher!

      Es gibt auch einzelne, die den Studiengang nicht mochten und gewechselt haben, eben weil es ihnen zu technisch war und sie mehr Usability und co erwartet haben. Das gibt es auch, man kann sich, wenn man möchte, in Usability vertiefen und mehrere Pflichtveranstaltungen zentrieren sich auf dieses Thema. Aber einen Legoroboter muss man trotzdem bauen. 🙂

      Viele Grüße!

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