Welcome to the other side

Es ist ja seit Abgabe meiner Masterarbeit ein wenig still geworden um den Blog. Das hat allerdings erfreuliche Gründe: zwischen März und September war ich in in Vollzeit in einem Drittmittelprojekt angestellt, das sich mit der Gestaltung von Blickbewegung für ältere Menschen befasst hat. Mein Job war dort hauptsächlich die Programmierung des Prototypen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat und mich besonders gefreut hat, weil ich endlich meine Python-Kenntnisse noch etwas erweitern konnte.Es war aber auch ein klein wenig zeitintensiv.

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Pictured: Zeitintensität

Nun, die Stelle endete – und ich blieb an der Uni. Ich habe seit Oktober eine Vollzeitstelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Mensch-Maschine Systeme für die nächsten fünf Jahre. Fünf Jahre, in denen ich fünf Studentengenerationen erleben, mitbetreuen und (hoffentlich ein bißchen) für Programmieren, Roboter und coolen Sci-Fi Stuff Human Factors im Allgemeinen begeistern werde; in denen ich forschen, untersuchen, schreiben, entwickeln und am Ende vermutlich vor allem festgestellt haben werde, was ich alles nicht weiß. Kurz: das alltägliche Leben eines WiMis in Forschung und Lehre erleben!

Ich habe allerdings auch darüber nachgedacht, was ich nun mit dem Blog machen werde. So ganz privat will ich nicht mehr unbedingt schreiben, wenn ich nun sozusagen „auf der anderen Seite“ stehe und dadurch zumindest zum Teil auch ein wenig meine Uni vertrete. Daher habe ich beschlossen, den Fokus vor allem auf Information zu legen und, wo öffentlichkeitsgeeignet und potentiell interessant. auch einen kleinen Einblick zu geben, was denn so das Leben als WiMi alles beinhaltet. Und nach zwei kleinen Kostproben von der Welt „auf der anderen Seite“ einmal ohne und einmal mit Lehraufgaben, kann ich bereits sagen: es ist spannend – und komplett unterschiedlich!

Als ich den Blog startete, wußte ich zwar, dass Human Factors eine gewisse Rolle in meinem Leben spielen sollte, aber dass ich an die Studienjahre nochmal fast das Doppelte dranhängen könnte, hatte ich damals nicht gedacht. Und nach dem Masterabschluss hat es sich dann doch nicht mit dem Studieren – weiter gehts mit dem nächsten großen Vorhaben: der Promotion! In diesem Sinne: dann mal auf die mindestens fünf weiteren Jahre Human Factor..ish (extended WiMi-Version). 😀

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2 Kommentare

  1. Huhu! Mich würde interessieren, was deine Kommilitonen machen? Sind alle in der Forschung? Sind einige in der Wirtschaft? Wenn ja, was machen sie dort genau? Ich stehe gerade nach dem Psychologie-Bachelor vor der Entscheidung, welchen Master ich wähle, ich möchte aber ungern später in die Forschung, daher frage ich. Dankeschön!

    1. Hallo Michael! Wenn Du ungern in die Forschung möchtest, bist Du mit einem HF-Master gut beraten. Die Stellen in der Forschung gibt es zwar, aber in der Wirtschaft kommt man deutlich besser und schneller unter, wobei es sich je nach Spezialisierung sehr unterscheidet, wo (und zu welchem Gehalt) genau. Einige von uns arbeiten zB in Richtung Usability/UX, dann meist entweder in (tlw) eigenen Agenturen oder Startups, aber auch bei Konzernen wie zB Zalando oder im Automobilbereich wie bei VW, BMW, Daimler. Weiterhin gibt es Anknüpfpunkte hinsichtlich Design, was auch in erstere Richtung gehen kann. Training kann ein Schwerpunkt sein, wodurch man bspw bei Lufthansa oder der DB Glück haben kann. Generell gibt es sehr viele Unternehmen, die HF-Bedarf haben – allerdings nicht immer unter dem Label „Human Factors“, was bedeutet, dass man seine Augen in alle Richtungen offen halten muss um auf die Stellenangebote aufmerksam zu werden (die es aber in ausreichender Menge gibt). Ein Teil spezialisiert sich auch auf statistische Verfahren und kann damit generell fast überall unterkommen. Wenn Du im Master (auch als Psychologe) durch Pflichtmodule, freie Wahl und Eigeninitiative programmieren lernst, hast Du natürlich noch mehr Chancen und kannst auch als Entwickler unter kommen. Da dies aber im Curriculum bis auf die Grundlagen (bei denen wir uns dann wieder sehen würden, da ich die LV halte) nur ein Einstieg angedacht ist, braucht man da entsprechend noch weitere LVs oder kommt durch Programmieren in der Freizeit weiter. Falls Du noch weitere Fragen hast, kannst Du auch gern zu mir die die Studienfachberatung, die ich übernommen habe, kommen, Termine können hier vereinbart werden: http://www.humanfactors.tu-berlin.de/beratung_und_service/ Viele Grüße!

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