Virtuelle Realität und Cybersickness – der Mensch als Nadelöhr (Beitrag zum Scienceblogs Schreibwettbewerb)

Dieser Artikel ist als Beitrag zum Scienceblogs-Blogwettbewerb auf Florian Freistetters Astrodicticum Simplex erschienen (hier). Bis zum 15.10.2015 kann für die Lieblingsartikel gevotet werden. Es gibt spannende Artikel aus allen Bereichen der Wissenschaft, also schaut mal rein: Astrodicticum Simplex.

Virtuelle Realität. Kaum ein anderer Begriff ist derart in der Lage, Assoziationen an Science-Fiction, Zukunft und je nach Gemüt u- oder dystopische Gesellschaftsszenarien zu wecken. Doch was genau meinen wir, wenn wir über virtuelle Realität (VR) sprechen?

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Meta-Coastern: VR-Achterbahn im Europapark!

Warum mit virtuellen Achterbahnfahrten oder dem Besuch in einem realen Freizeitpark begnügen, wenn man das Beste aus beiden Welten haben kann? Der Europapark in Rust hat gerade eine Weltneuheit angekündigt: ab dem 17. September wird es die Möglichkeit geben, auf der Achterbahn „Alpenexpress“ mittels VR (Virtual Reality)-Brille der Fahrt eine neue Dimension zu geben. Über die Brille wird während der echten Achterbahnfahrt eine virtuelle Szenerie dargestellt, (mehr …)

Alien Factors

Eines der ersten Designs, die ich in Betracht zog, als ich über ein Tattoo nachdachte, war die Arecibo-Botschaft. Mich faszinierte der Gedanke, dass die Menschheit kollektiv einen ersten Schritt unternahm, um aktiv mit einer außerirdischen Spezies zu kommunizieren. Für mich symbolisiert dies eine der wichtigsten Entscheidungen der Menschheitsgeschichte – sich als gemeinsame Spezies zusammenzutun, um kollektiv die irdischen Grenzen zu überwinden und den Blick gen Weltall und damit in unsere Zukunft zu richten. Hier ist eine grafische Repräsentation der Botschaft:

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Arecibo_message#/media/File:Arecibo_message.svg

Quelle: Klick

Wenn ich nun schreibe, dass in der obigen, nach 80er-Jahre Konsolenflair aussehenden Ansammlung von Pixelicons nicht nur unser Zahlensystem und relevante chemische Elemente, sondern auch die Beschaffenheit der menschlichen DNA, Informationen zur Erdbevölkerung und unserem Aufenthaltsort im Sonnensystem nebst dem Ursprungsort der Botschaft codiert sind, sorgt das sicherlich zumindest für skeptisch angehobene Augenbrauen. Bei näherer Betrachtung und mit Hilfe der Kenntnis des Inhalts lässt sich auch für Laien mit viel Fantasie wenigstens die DNA-Helix (blau dargestellt), die grundsätzliche Form des Menschen (rot) und, hier in gelb, unser Sonnensystem mit Hervorhebung der Erde erkennen. (mehr …)

TV Tip: Team PhyPA heute bei TV-Total!

Nachtrag, 16.01.: Für begrenzte Zeit ist der Auftritt noch online bei TV Total zu sehen. Hier gehts zum Video: http://tvtotal.prosieben.de/videos/Gedankengesteuert-Drohnen-Tennis–/20765/

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Heute Abend ist es soweit: die letzten intensiven Wochen der Vorbereitung gipfeln in einen TV-Auftritt bei TV Total! Ein Teil des Team PhyPA der TU Berlin wird heute Abend bei Stefan Raab ein BCI-gesteuertes Drohnen-Tennis vorführen. Mit dabei sind Jonas Brönstrup (Human Factors Absolvent), Markus Fleck (HF-Student), Josef Faller (Dipl. Ing, cand. Dr.Ing.) und Dr. Thorsten Zander. Wenn ihr also nach diesem Artikel Wissen wollt, wie man aus Forschung ein Spiel macht und damit ins Fernsehen kommt, schaltet ein! 23:35h auf ProSieben!

retune.2014: the Machine to be Another – wie es ist, eine andere Person zu sein

Was ist es für ein Gefühl, die Welt aus den Augen eines anderen Menschen zu sehen? Wie fühlt es sich an, nicht mehr die eigenen Hände zu betrachten, sondern die eines Mannes? Und kann man eigentlich zwei Personen gleichzeitig sein?

Diese Fragen sollten im September während des Workshops „the Machine to be Another“ im Rahmen der retune 2014 exploriert werden. Die Machine to be Another (MtbA) wurde vom beAnotherLab entwickelt, mit dem Ziel, Empathie zwischen Menschen zu fördern. Was zunächst als Kunstprojekt begann, ein Genderswap Experiment viral durch die Medien schwirren ließ und durch die Mitarbeit einer Gruppe motivierter, interdisziplinärer Visionäre vorangetrieben wurde, wird inzwischen von den Projektinitiatoren begeistert Interessierten vorgestellt. So auch im Rahmen des retune2014 Workshops, über den ich hier einen kleinen Erfahrungsbericht abgeben möchte.  (mehr …)

Was ist eigentlich..(I): Ein Brain-Computer Interface

Heute möchte ich eine Serie starten, die einer der Hauptmotive war, diesen Blog ins Leben zu rufen. Unter der Rubrik „Was ist eigentlich..“ sollen Konzepte, Begriffe und Fundstücke aus dem Bereich Human Factors, Psychologie, Mensch-Maschine Interaktion und co vorgestellt, hinterfragt, neu beleuchtet und diskutiert werden. Den Auftakt dieser Reihe bildet das Thema Brain-Computer Interfaces.

In den letzten Wochen sind gleich mehrere medienwirksame Anwendungsbeispiele um die Welt gegangen. Eines davon ist die Steuerung von Flugzeugen (im Simulator) über Elektroencephalogramme (EEG) [1][2], ein anderes die Eröffnung der Fußball WM durch einen per Gedankenkraft initiierten Anstoß mittels eines Exoskeletts, das von einem querschnittsgelähmten Mann getragen und kontrolliert wurde [3][4]. Klingt super! EEG für alle! Und für alles!…oder doch nicht?

Bild

Um diese Frage zu beantworten, (mehr …)

Ein Abenteuer in etwas mehr als vier Semestern

Nachdem dieser Blog in den letzten Monaten ein einsames Schattendasein fristete, wird es endlich Zeit für ein Update. Auf den Kommentar von Luanah in meiner „About“-Sektion möchte ich einen kleinen Abriss darüber geben, mit welchem Workload zu rechnen ist, wenn man Human Factors an der TU Berlin studiert. Natürlich hat jeder andere Voraussetzungen und Arbeitsweisen, aber ich denke, eine grobe Orientierung kann ich geben.

Also auf geht’s!

Organisatorisches vorweg: an der TU Berlin gibt es keine offiziellen Regelungen, die besagen, wie schnell oder langsam man studieren darf. Dies ist schonmal ein Vorteil für alle Studierenden mit Job, Kind oder ähnlichen Verpflichtungen. Einzig beim Nebenjob ist, wie überall, zu beachten, dass man nicht mehr als 20h/Woche arbeitet, um den Studentenstatus beibehalten zu können. Dies bezieht sich aber nur auf Versicherung und co und nicht auf die Uni – diese lässt, wie gesagt, völlig frei, wann und wieviel man belegt. (mehr …)

Die ersten Semester – ein Rückblick (II)

Inzwischen ist es ja schon fast angebracht, auch einen Rückblick des zweiten Semesters zu verfassen, daher kombiniere ich hier mal meine Gesamteindrücke des bisherigen Studiums. Wie man aus meiner Bloggingfrequenz erahnen kann, ist ein enormer Workload über uns hereingebrochen, der relativ wenig Zeit für anderes ließ. Inhaltlich blieb und bleibt es jedoch weiter spannend! Nachfolgend die Highlights der ersten beiden Semester:

Ingenieurwissenschaften für PsychologInnen. Ganz klar mein absolutes Highlight! Die Veranstaltung bestand aus mehreren Kursen: Einem Javakurs, Ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen in Form von Vorlesung und Übung, sowie einem Roboterprojekt. Während unser Programmierkurs sich vor allem durch Stofffülle auszeichnete, (mehr …)

Das Human Factors Barcamp – 15. und 16. Juni in Berlin!

Nachdem ein unglaublicher Workload hier für ziemliche Ebbe gesorgt hat, hier nun ein paar aktuelle Neuigkeiten: Am kommenden Wochenende findet im Betahaus in Berlin das erste Human Factors Barcamp statt und jegliche Interessenten mit Lust am Mitdiskutieren, Mitdebattieren und vor allem Mitmachen sind herzlich eingeladen, sich auch kurzfristig noch anzumelden:

http://humitec.mixxt.de/

Für nähere Informationen was auf einem Barcamp passiert und was man dort so macht, gibt die folgende Seite Aufschluss:

http://humitec.mixxt.de/networks/news/news.59656

Zentral ist die gesamte Thematik der Mensch-Maschine Interaktion, wobei der Fokus weniger auf technischen Details liegt und eher auf Ideengenerierung, Vorstellung der Themen, die uns bewegen und Inspiration.

Also, falls ihr in Berlin seid, meldet euch an und macht mit! 🙂

Das erste Semester – ein Rückblick (I)

Drei Wochen ist das neue Semester nun schon fast alt, davon liegt bereits eine Woche Vorlesungszeit hinter uns. Ein guter Zeitpunkt für ein Resumée!

Zunächst erstmal: wie bin ich überhaupt zu diesem Studiengang gekommen? Das ist eigentlich recht leicht zu beantworten: Zufall (gepaart mit Hartnäckigkeit und stabilen Nerven)! Nach einem Schnuppersemester Physik habe ich meine Studienrichtung gewechselt und bin bei der Psychologie gelandet. Schon relativ bald habe ich gemerkt, dass ich die Inhalte zwar größtenteils interessant fand, mich jedoch keins der „typischen“ Berufsfelder eines Psychologen mit echter Begeisterung erfüllen konnte. Nebenher pflegte ich weiterhin meine sonstigen Interessen, vergrub mich in Designprojekten, versuchte, mir mehr oder weniger erfolgreich Programmieren beizubringen und durchsurfte regelmässig das Netz auf der Suche nach spannenden Neuigkeiten aus den Bereichen IT & Naturwissenschaften. (mehr …)