Von Hartz IV und dem Bildungsgedanken

Gestern erreichte mich ein Link, dessen Inhalt mich sehr wütend gemacht hat. Auf Spiegel Online wurde vom skandalösen Umgang von Mitarbeitern des Jobcenters mit schulpflichtigen Jugendlichen berichtet. Dies hat mich aus persönlichen Gründen sehr getroffen, denn mir ist Ähnliches widerfahren.

Wer mich näher kennt, weiß vielleicht schon, dass ich aus einer, offiziell so bezeichneten, „Bildungsfernen Familie“ stamme. Meine Mutter war allein erziehend, mein Vater hatte mit Suchtkrankheit und einer problematischen Interpretation von Legalität zu kämpfen, wodurch der Kontakt sich bereits zu meiner frühen Schulzeit irgendwann bei null einpendelte. Mein Bildungsweg verlief bis zum Abitur trotz Spaß am Erlangen des Wissens etwas kurvig. Durch verschiedene Stationen gelangte ich an den Punkt, mein Abitur nachzuholen. Bis meine Mutter durch Stellenabbau ihren Job verlor und ich mich, als „Hartz IV-Kind“, auf einmal mit verantworten musste.

Wenn es nach dem damaligen Jobcenter gegangen wäre, hätte ich damals mein Abitur abgebrochen und eine Ausbildung angefangen. (mehr …)

Abgegeben!

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Das war’s!

Heute nur ein kurzes Update: Ich habe nun meine Masterarbeit abgegeben und damit meine letzte Prüfungsleistung erbracht. Ob ich bestanden habe oder nicht, werde ich zwar erst in einigen Wochen erfahren, allerdings ist das Schöne am Studium an einer Präsenzuni, dass man einen relativ intensiven Kontakt zu seinen Betreuern haben und somit zumindest schonmal wissen kann, dass man das Thema nicht ganz an die Wand gefahren hat. 🙂

Dass ich während der gesamten Zeit der Themenfindung, des Schreibens und Programmierens hier im Blog Stillschweigen gewahrt habe, hatte auch den Grund, meine Untersuchung nicht zu beeinflussen. Da ich vor allem im Bekannten- und Freundeskreis meine Probanden (Versuchsteilnehmer) rekrutiert habe, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass jemand hier reinschaut und dann weiß, worum es geht, nicht null gewesen. Ich habe eine explorative Studie durchgeführt, dass heißt, dass noch weitere Untersuchungen meiner Fragestellung mit mehr Probanden erfolgen werden. Daher werde ich zu meinen konkreten Hypothesen nicht ins Detail gehen, bis alle Erhebungen abgeschlossen sind.

Worum ging es insgesamt? Ich habe vor einiger Zeit Konferenzbeiträge von Videospielentwicklern und Herstellern von Head-Mounted Displays (HMDs, wie die Oculus Rift) gesehen, (mehr …)

Virtuelle Realität und Cybersickness – der Mensch als Nadelöhr (Beitrag zum Scienceblogs Schreibwettbewerb)

Dieser Artikel ist als Beitrag zum Scienceblogs-Blogwettbewerb auf Florian Freistetters Astrodicticum Simplex erschienen (hier). Bis zum 15.10.2015 kann für die Lieblingsartikel gevotet werden. Es gibt spannende Artikel aus allen Bereichen der Wissenschaft, also schaut mal rein: Astrodicticum Simplex.

Virtuelle Realität. Kaum ein anderer Begriff ist derart in der Lage, Assoziationen an Science-Fiction, Zukunft und je nach Gemüt u- oder dystopische Gesellschaftsszenarien zu wecken. Doch was genau meinen wir, wenn wir über virtuelle Realität (VR) sprechen?

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Meta-Coastern: VR-Achterbahn im Europapark!

Warum mit virtuellen Achterbahnfahrten oder dem Besuch in einem realen Freizeitpark begnügen, wenn man das Beste aus beiden Welten haben kann? Der Europapark in Rust hat gerade eine Weltneuheit angekündigt: ab dem 17. September wird es die Möglichkeit geben, auf der Achterbahn „Alpenexpress“ mittels VR (Virtual Reality)-Brille der Fahrt eine neue Dimension zu geben. Über die Brille wird während der echten Achterbahnfahrt eine virtuelle Szenerie dargestellt, (mehr …)

Alien Factors

Eines der ersten Designs, die ich in Betracht zog, als ich über ein Tattoo nachdachte, war die Arecibo-Botschaft. Mich faszinierte der Gedanke, dass die Menschheit kollektiv einen ersten Schritt unternahm, um aktiv mit einer außerirdischen Spezies zu kommunizieren. Für mich symbolisiert dies eine der wichtigsten Entscheidungen der Menschheitsgeschichte – sich als gemeinsame Spezies zusammenzutun, um kollektiv die irdischen Grenzen zu überwinden und den Blick gen Weltall und damit in unsere Zukunft zu richten. Hier ist eine grafische Repräsentation der Botschaft:

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Arecibo_message#/media/File:Arecibo_message.svg

Quelle: Klick

Wenn ich nun schreibe, dass in der obigen, nach 80er-Jahre Konsolenflair aussehenden Ansammlung von Pixelicons nicht nur unser Zahlensystem und relevante chemische Elemente, sondern auch die Beschaffenheit der menschlichen DNA, Informationen zur Erdbevölkerung und unserem Aufenthaltsort im Sonnensystem nebst dem Ursprungsort der Botschaft codiert sind, sorgt das sicherlich zumindest für skeptisch angehobene Augenbrauen. Bei näherer Betrachtung und mit Hilfe der Kenntnis des Inhalts lässt sich auch für Laien mit viel Fantasie wenigstens die DNA-Helix (blau dargestellt), die grundsätzliche Form des Menschen (rot) und, hier in gelb, unser Sonnensystem mit Hervorhebung der Erde erkennen. (mehr …)

TV Tip: Team PhyPA heute bei TV-Total!

Nachtrag, 16.01.: Für begrenzte Zeit ist der Auftritt noch online bei TV Total zu sehen. Hier gehts zum Video: http://tvtotal.prosieben.de/videos/Gedankengesteuert-Drohnen-Tennis–/20765/

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Heute Abend ist es soweit: die letzten intensiven Wochen der Vorbereitung gipfeln in einen TV-Auftritt bei TV Total! Ein Teil des Team PhyPA der TU Berlin wird heute Abend bei Stefan Raab ein BCI-gesteuertes Drohnen-Tennis vorführen. Mit dabei sind Jonas Brönstrup (Human Factors Absolvent), Markus Fleck (HF-Student), Josef Faller (Dipl. Ing, cand. Dr.Ing.) und Dr. Thorsten Zander. Wenn ihr also nach diesem Artikel Wissen wollt, wie man aus Forschung ein Spiel macht und damit ins Fernsehen kommt, schaltet ein! 23:35h auf ProSieben!

retune.2014: the Machine to be Another – wie es ist, eine andere Person zu sein

Was ist es für ein Gefühl, die Welt aus den Augen eines anderen Menschen zu sehen? Wie fühlt es sich an, nicht mehr die eigenen Hände zu betrachten, sondern die eines Mannes? Und kann man eigentlich zwei Personen gleichzeitig sein?

Diese Fragen sollten im September während des Workshops „the Machine to be Another“ im Rahmen der retune 2014 exploriert werden. Die Machine to be Another (MtbA) wurde vom beAnotherLab entwickelt, mit dem Ziel, Empathie zwischen Menschen zu fördern. Was zunächst als Kunstprojekt begann, ein Genderswap Experiment viral durch die Medien schwirren ließ und durch die Mitarbeit einer Gruppe motivierter, interdisziplinärer Visionäre vorangetrieben wurde, wird inzwischen von den Projektinitiatoren begeistert Interessierten vorgestellt. So auch im Rahmen des retune2014 Workshops, über den ich hier einen kleinen Erfahrungsbericht abgeben möchte.  (mehr …)